Unterricht vorbereiten und gestalten

Werteerziehung konkret-kooperativ

Unterricht vorbereiten & gestalten

„Schule ist ein wertvoller Ort, der durch staatlich geprägte Rahmenvorgaben wie Lehrpläne und Bildungsstandards sowie durch Lehrkräfte bestimmt wird. Diese sind als Vorbilder und Modelle – in jeder Schulart und in allen Fächern – für Fragen der Werteerziehung von enormer Bedeutung. Einerseits sind sie für die Auswahl der Unterrichtsgegenstände von Bedeutung, andererseits sind diese begründungspflichtig, d.h. die intensive Auseinandersetzung der Lehrpersonen mit den eigenen Werten ist unverzichtbar.“

Sabine Anselm

Das Team der Forschungsstelle übersetzt in einer Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen zentrale Fragen der schulischen Werteerziehung und in besonderem Maße des Aufbaus einer Wertreflexionskompetenz in praxisnahe Konkretionen. Diese können konstruktiv und performativ zusammen mit Ihnen erarbeitet werden – in Seminaren, Projekten, Workshops, Tagungen und Vorträgen. Gerne können Sie bei Interesse mit uns Kontakt aufnehmen, um eine konkrete Veranstaltung für Ihre Schule/Bildungseinrichtung zu konzipieren.

Werteerziehung mit Literatur

Werteerziehung mit Literatur

„Bücher von heute sind morgen Taten.“ (Heinrich Mann)

Die Beschäftigung mit Texten ermöglicht Aushandlungsprozesse, die maßgeblich zum Aufbau der Wertereflexionskompetenz beitragen können. Das Ausloten verschiedener Handlungsmöglichkeiten am Beispiel literarischer Figuren, das Distanzierung oder Identifikation zur Folge haben kann, stellt einen wesentlichen Schritt zum Aufbau eigener Wertehierarchien dar. Wir haben Veranstaltungen zu den Themen Lesen in allen Fächern, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Texte im Kontext des Ukraine-Krieges und Diversität im Kinder- und Jugendbuch entwickelt.

Veranstaltungen

"Wir sind die, ..." Poetry Slam in der Schule
Datum: Mittwoch, 26. Juni 2024
Kriminalprävention durch Leseprojekte - Literaturgestützte Lesekompetenzförderung und Wertebildung – INUAS Fachtagung
Beginn: Freitag, 28. Juni 2024
Ende: Samstag, 29. Juni 2024
Ort: Hochschule München (Standort Pasing)
Werteerziehung und bioethische Fragestellungen

Werteerziehung und bioethische Fragestellungen

„Zahlreiche Themen geben Anlass, Sachverhalte unter biologischen und außerfachlichen Gesichtspunkten zu bewerten. Dazu gehören beispielsweise die Gesunderhaltung des eigenen Körpers, die Möglichkeiten moderner Gentechnik oder die Wertschätzung einer intakten Natur. Aus der Bewertung können auf der Grundlage gesellschaftlich akzeptierter und persönlich relevanter Werte und Normen Handlungsoptionen abgeleitet werden. Getroffene Entscheidungen gilt es gegenüber anderen sachgerecht zu vertreten, aber auch zu reflektieren und ggf. zu revidieren, falls neue Argumente oder Erkenntnisse dies erfordern.“

(LehrplanPlus Bayern, Fachprofil Biologie, Grundlegende Kompetenzen)

Die Umsetzung der Forderungen an das Fach Biologie, die auch andere Naturwissenschaften betreffen, bedarf der Vernetzung mit den geisteswissenschaftlichen Fächern und deren Denk- und Arbeitsweisen. Von den sich ergebenden Synergieeffekten können alle Teilnehmer:innen an diesem Prozess profitieren.

Veranstaltungen

Geschlechterrollen - spielen doch (k)eine Rolle – Workshop im Rahmen des Qualifikationsprogramms
Datum: Mittwoch, 10. Juli 2024
Werteerziehung und Medienbildung

Werteerziehung und Medienbildung

„Medienmächtig heißt nicht medienmündig.“ (Bernhard Pörksen)

Medienbildung und -erziehung ist als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel darauf ausgerichtet, dass „Schülerinnen und Schüler Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, um sachgerecht, selbstbestimmt und verantwortungsvoll in einer multimedial geprägten Gesellschaft zu handeln. Sie analysieren und bewerten Vorzüge und Gefahren von Medien und nutzen diese bewusst und reflektiert für private und schulische Zwecke. Insbesondere wägen sie kriteriengeleitet ihren Umgang mit sozialen Netzwerken ab.“ (LehrplanPLUS Bayern).

Hierbei ist es unerlässlich, dass auch Lehrpersonen in diesem Bereich entsprechende Kompetenzen erwerben. Im Bereich „Medienbildung“ bieten wir aktuell verschiedene Formate zum Thema „Internet-Memes“ an. Diese komplexen multimodalen Miniaturen haben aufgrund ihrer vermeintlich harmlosen Komik und ihrer persuasiven und partizipativen Möglichkeiten der Meinungsfreiheit ein hohes Potenzial für positive emotionale Ansteckung. Andererseits werden sie auch zur Manipulation verwendet. Unsere Vorträge und Workshops zeigen die Ambivalenz der durch Internetmemes verbreiteten Komik auf und thematisiert Fragen der Moral, um auf dieser Grundlage Überlegungen zur didaktischen Relevanz im Kontext der Fragen schulischer Werteerziehung anzustellen.

Werteerziehung und Sprache

Werteerziehung und Sprache

„Werte wollen vorgelebt, zur Sprache gebracht und eingeübt werden. So stärken wir unsere Kinder!“ (Anselm Grün)

Gesellschaftliche Teilhabe ist im Wesentlichen möglich durch Sprache. Politische Bildung und Demokratieerziehung müssen deshalb auch auf einen sensiblen Umgang mit Sprache ausgerichtet sein. Lehrpersonen aller Fächer sind zum einen selbst in der Rolle der Sprecher:innen – und nehmen damit eine Vorbildrolle ein. Zum anderen sind sie täglich mit der Sprache ihrer Schüler:innen konfrontiert, zu der sie Stellung beziehen müssen. Ein zentraler Aspekt ist – nicht nur im Bereich schulischer Bildung – die Beschäftigung mit diskriminierender Sprache. In Workshops werden verschiedene Bereiche diskriminierenden sprachlichen Handelns in der Schule, in analogen wie in digitalen Räumen, untersucht und konstruktive Vermeidungs- und Zurückweisungsstrategien erarbeitet.

Veranstaltungen

GrundgeSÄTZE - unsere Grundrechte von und für Schüler:innen – Workshop im Rahmen des Qualifikationsprogramms
Datum: Montag, 17. Juni 2024
"Wir sind die, ..." Poetry Slam in der Schule
Datum: Mittwoch, 26. Juni 2024
Werteerziehung und Schulbuchforschung

Werteerziehung und Schulbuchforschung

„[…] Schulbücher erfüllen nach wie vor eine zentrale Funktion: Über sie definieren Staaten und gesellschaftliche Interessengruppen nicht nur, welches Wissen tradiert und welche Kompetenzen gefördert werden sollen, sondern auch, wo kulturelle Grenzen von Gemeinschaften verlaufen. Die Analyse von Schulbüchern öffnet einen Weg zur Erforschung von Identifikationsprozessen, von Inklusions- wie Exklusionsmustern und damit auch von ‚Integration’.“

Eckhard Fuchs, Direktor des Georg-Eckert-Instituts

Schulbücher bilden zentrale Inhalte schulischen Lernens und Lehrens ab und sind damit auch von politischem Interesse. Inhalt, Sprache und Gestaltung können auf zugrundeliegende Werte verweisen oder diese auch unterlaufen. Die Beschäftigung mit Schulbüchern kann wertvolle Erkenntnisse zur schulischen Werteerziehung hervorbringen. Wir haben das Thema beispielsweise in einem Workshop zum Thema „Mitlaufende (Gegen-)Botschaften in Schulbüchern“ im Rahmen des Fachtages Deutsch des PI München im Juli 2022 aufgegriffen.